Station 1: Evangelische Kirche                                                     

Die Wachtstrasse (die Hauptstrasse unter uns) ist ein guter Ort für den Beginn des historischen Stadtrundgangs zum Thema Feuerwehr Adliswil. Denn die Wachtstrasse erinnert an die Einteilung von Adliswil in „Wachten“, das waren früher quasi Feuerwehrsektionen. In Adliswil gab es 2 Dorfwachten, eine auf jeder Seite der Sihl. Die auf der rechten Seite der Sihl war die „Schmittenwacht“ Der Name erinnert an Schmitte, welche an der Ecke Kronenstrasse / Kilchbergstrasse stand, später wurde dort die Toni-Molkerei gebaut welche dann 1989 abgerissen worden ist.

Auf der linken Seite der Sihl war die Müliwacht. Früher stand dort am Dorfausgang bei der Mülibrugg die alte Mühle. 1965 musste diese für den Bau der HVS abgerissen werden. Weiter gab es noch die Bergwacht für die Bauernhöfe am Albishang und in der Buttenau. Richtung Norden gab es noch Oberleimbach, ein selbständiger Dorfteil bis ins 20. Jahrhundert. Oberleimbach hatte eine eigene Feuerwehr.

Wachten gab es ähnlich auch in Kilchberg. Die Wacht Kilchberg, Bendlikon und Mönchhof oder Thalwil die Wachten Oberdorf, Ludretikon, Gattikon und Langnau.

Organisierte Feuerwehr im modernen Sinn gab es nicht; Vorsteher der Wacht waren quasi auch Feuerwehr-Kommandanten und jeder im Dorf bzw. in seiner Wacht, hatte bei einem Brand auszurücken und beim Löschen zu helfen. Die heutige Nachbarschaftshilfe.

Früher hatte jeder Haushalt den Feuerwehrpflichten nachzukommen, deshalb hatte auch jeder Haushalt einen Feuereimer bzw. Feuerkübel. Ein aus Leder oder Leinen, dieser wurde mit Harz wasserdicht gemacht und häufig mit Familienwappen und Jahreszahl geschmückt. Wer neu nach Adliswil zog, musste sich in die Gemeinde einkaufen und einen Feuereimer vorweisen können.

Alarmierung

Die Alarmierung war früher genauso wichtig wie sie es heute ist. Doch welche Möglichkeiten gab es?

Die Dorfteile hatten eine überschaubare Grösse. Jedoch, gab es früher keine Strassenbeleuchtung, es war so dunkel, wie wir es uns heute nicht mehr vorstellen können. Grad deswegen gab es Damals in Adliswil 2 Nachtwächter. Diese patrouillierten in ihrer Wacht und so wurde ein Brandausbruch in der Regel rasch bemerkt.  Kleinere Brände wurde sofort durch den Wächter gelöscht. Bei grösseren genügte das aber nicht mehr und es musste weiter Alarm geschlagen werden, dafür kam dann der Feuerläufer zum Einsatz. Ein Anwohner der Wacht hatte, hatte dann die Aufgabe Brände in den Nachbardörfern zu melden.

Dafür wurden die Kirchenglocken geläutet. Im Fall von Adliswil war es ursprünglich die Kirche von Kilchberg oben auf dem Berg. Es gab auch Feuermörser, kleine Kanonen, mit denen zwecks Alarmierung geschossen werden konnte. Oder auch die Feuerhörner. Später läuteten dann die Kirchenglocken der reformierten und der katholischen Kirche in Adliswil und auch die Schulhausglocken. Alles im allen im Vergleich zu heute, eher einfache Kommunikationsmittel, welche auch nicht immer sofort gehört worden sind und dadurch die Brandbekämpfung häufig zu spät kommt.

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Feuerwehr

letzter Einsatz:

Einsatz Nr. 075. 

06.09.2019

15:10 Uhr

Sonnenbergstrasse

Liftrettung

nächste Termine:

12.09.2019 Offiziere

Offrapport

16.09.2019 Zug 2 

Atemschutz

23.09.2019 Zug 1

Block 12

30.09.2019 Zug 2

Block 12

Dokumentation

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